Dialoggruppe in Frankfurt

Mir fehlt eigentlich nichts. Aber wann hat mich zuletzt etwas wirklich bewegt?
Warum an einer Dialoggruppe teilnehmen?
Vielleicht fehlt Ihnen eigentlich nichts.
Das Leben funktioniert.
Der Alltag läuft.
Es gibt Menschen, Arbeit, Aufgaben.
Und trotzdem:
Ich komme nicht mehr auf neue Ideen.
Nichts geht mich wirklich an.
Ich bewege mich immer in denselben Kreisen.
Ich treffe meistens Menschen, die ähnlich denken wie ich.
Ich weiß ziemlich genau, was ich von den Dingen halte.
Aber wann hat mich zuletzt etwas wirklich überrascht?
Eine Dialoggruppe schafft dafür einen Raum.
Nicht, um Probleme zu lösen.
Sondern um Fragen zu verfolgen, für die es keine schnelle Antwort gibt.
Die Dialoggruppe dient dem Zweck den eigenen Horizont zu erweitern.
Worüber sprechen wir?
Ein Abend kann mit einer einzigen Frage beginnen:
Was ist für mich ein schönes Leben?
Oder:
Wo mische ich mich nicht ein?
Weitere Themen können sein:
Einsamkeit – wann fühle ich mich verbunden?
Was brauche ich wirklich?
Wie viel Sicherheit brauche ich?
Wann wird Sicherheit zum Stillstand?
Wo passe ich mich an?
Wann habe ich zuletzt meine Meinung geändert?
Was bedeutet Heimat?
Was bedeutet Freiheit für mich?
Wie möchte ich alt werden?
Was macht mir am Fremden Angst?
Welche Menschen meide ich?
Wo schweige ich, obwohl ich etwas sagen möchte?
Was würde ich tun, wenn ich weniger Angst hätte?
Was ist genug?
Wofür übernehme ich Verantwortung?
Was geht mich eigentlich etwas an?
Eine Frage. Viele Wirklichkeiten.
Wie höre ich anderen zu und was höre ich eigentlich?

Niemand muss die richtige Antwort kennen. Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten.
Vielleicht sagt jemand etwas, das Ihnen völlig fremd erscheint.
Vielleicht ärgert es Sie.
Vielleicht merken Sie plötzlich, wie selbstverständlich Ihnen die eigene Sicht bisher erschien.
Genau dafür ist die Dialoggruppe da.
Nicht nur über das Leben nachdenken.
Sondern sich von anderen Gedanken stören, überraschen und auf neue Gedanken bringen lassen.
Im Raum bleiben – die eigene Präsenz wahrnehmen
Es braucht Mut, im Raum zu bleiben.
Zu bleiben, wenn ein Gespräch unangenehm wird.
Nicht sofort zu widersprechen.
Nicht auszuweichen.
Nicht innerlich zu verschwinden.
Es bedeutet, bei einer Frage zu verweilen.
Bevor wir uns auf eine Antwort stürzen.
Und lange genug zuhören, um etwas Unerwartetes zu entdecken:
Das Leben eines anderen kann meinem vollkommen fremd sein.
Seine Ängste, Hoffnungen und Sehnsüchte vielleicht nicht.
In einer Dialoggruppe geht es darum den eigenen Horizont zu erweitern.
Die Dialogarbeit bezieht sich auf die Arbeit von David Bohm.
Zum Gelingen dieser Art von Dialog haben sich ein paar Kernregeln als hilfreich erwiesen, die wir in der Gruppe anwenden und erproben werden.
Die 10 Kernfähigkeiten im Überblick
Dialog in der Tradition David Bohms
1. Die Haltung eines Lernenden verkörpern
Anstatt als „Wissender“ aufzutreten, begegnen Sie dem Gespräch mit Neugier und Offenheit wie ein Kind. Sie sind bereit, eigene Sichtweisen zu überdenken.
2. Radikaler Respekt
Sie erkennen die andere Person in ihrem Wesen und ihrer Andersartigkeit als vollkommen legitim und gleichwertig an. Das geht weit über bloße Toleranz hinaus.
3. Von Herzen sprechen
Sprechen Sie authentisch von dem, was Ihnen im Moment wirklich wichtig ist und was Sie bewegt, anstatt vorgefertigte Phrasen oder taktische Argumente zu nutzen.
4. Generatives Zuhören
Dem Gegenüber so vorbehaltlos und aufmerksam wie möglich lauschen. Sie hören nicht zu, um die eigene Antwort vorzubereiten, sondern um die Perspektive des anderen ganzheitlich zu erfassen.
5. Annahmen und Bewertungen suspendieren
Eigene Urteile, Vorurteile und Glaubenssätze werden weder unterdrückt noch blind ausgelebt, sondern „in der Schwebe gehalten“. Sie betrachten sie wie ein Forscher, ohne sofort zu bewerten.
6. Erkunden
Fragen stellen, um die Position des anderen tiefer zu verstehen. Es geht darum, die Hintergründe von Denkprozessen gemeinsam zu erforschen, anstatt Fassaden aufrechtzuerhalten.
7. Produktiv plädieren
Wenn Sie Ihren eigenen Standpunkt einbringen, legen Sie den dahinterliegenden Denkprozess offen. Sagen Sie nicht nur was Sie denken, sondern legen Sie transparent dar, wie Sie zu diesem Schluss gekommen sind.
8. Offenheit
Die Bereitschaft mitbringen, sich von konträren Positionen überraschen und berühren zu lassen. Ein offener Raum ermöglicht es, starre Fronten aufzulösen.
9. Verlangsamung
Den Austausch bewusst entschleunigen. Erst durch das Tempo-Herausnehmen wird es möglich, automatische gedankliche und emotionale Reizmuster zu bemerken und das Gesagte tiefer wirken zu lassen.
10. Die Beobachterin / den Beobachter beobachten
Die eigene innere Instanz wahrnehmen. Zu beobachten, welche Gefühle, Filter und Vorannahmen das Gegenüber in einem selbst auslöst – besonders in schwierigen Gesprächsmomenten.
Kosten: 40 €
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